Osteopathie / Ethiopathie

Was ist Osteopathie?

Der zusammengesetzte Begriff stammt aus dem Altgriechischen. «Osteon» steht für Knochen und «Pathie» für Leiden. Jedoch geht es bei der Osteopathie nicht um die Behandlung von Knochenleiden, sondern um eine manuelle Behandlungsmethode von Funktionsstörungen.

Der menschliche Organismus bildet eine Einheit. Alle Körpersysteme (Nerven-, Knochen-, Blut-, Lymph-, Hormonsysteme etc.) sind im Idealfall harmonisch miteinander verbunden und arbeiten eng zusammen. Kommt es zu einer Einschränkung der Beweglichkeit, einer sogenannten Dysfunktion, so passt sich der Organismus an und versucht, die Funktionsstörung zu kompensieren. Doch nach einer gewissen Zeit treten Spannungen, Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen auf. Allerdings deckt sich der Ort der Entstehung des Schmerzes oder der Einschränkung oft nicht mit der Stelle des Schmerzes. Das gleiche gilt für den Zeitpunkt der Entstehung. So kann ein Sturz von einem Fahrrad noch Jahre später Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen auslösen.

Die Osteopathie betrachtet Körper, Geist und Seele im Zusammenhang und sucht die primäre Ursache der Beschwerde bzw. der Erkrankung. Durch die Behandlung werden dann die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert

Entstehung

Vor über 130 Jahren begründete der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) die Osteopathie. Er hatte entdeckt, dass der Körper über Selbstheilungskräfte verfügt, die sich durch den sanften Druck seiner Hände stimulieren liessen. 1892 eröffnete der Arzt eine eigene medizinische Schule in Kirksville, USA: «The American School of Osteopathy».

Die Osteopathie lässt sich in drei Systeme gliedern:

Parietales System

Parietales System


Die parietale Osteopathie umfasst und behandelt den Bewegungsapparat mit all seinen Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern, etc.
Viszerales System

Viszerales System


Die viszerale Osteopathie bezieht sich auf alle inneren Organe und deren Blut-/ Lymphgefässe, Nerven und Faszien.
Cranio-sakrales System

Cranio-sakrales System


Diese Therapieform schliesst bei der Behandlung den Schädel, die Wirbelsäule, das Kreuzbein, die Hirn- und Rückenmarkshäute sowie das darin liegende zentrale Nervensystem mit ein.

Anwendungsbereiche

Unabhängig vom Alter eines Menschen wird Osteopathie bei den unterschiedlichsten Symptomen und Krankheiten angewendet:

Grenzen der Osteopathie

In erster Linie behandle ich funktionelle Störungen. Schwere und akute Erkrankungen wie offene Wunden, Brüche, Verbrennungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, allergischer Schock, Infektionskrankheiten, massive psychische oder metabolische Erkrankungen müssen von einem Arzt behandelt werden. Ich kann allerdings Osteopathie in Absprache mit dem behandelnden Arzt begleitend anwenden, um den Körper zu entspannen oder eventuell Beschwerden zu lindern.

Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern

Nur nach telefonischer Absprache.

Behandlungsablauf

Im ersten Gespräch, der Anamnese, frage ich nach der medizinischen Vorgeschichte und den akuten Beschwerden sowie nach den persönlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

Danach folgen eine körperliche Untersuchung und verschiedene aktive und passive Bewegungstests im Liegen, Stehen und Sitzen.

Nach der Untersuchung stelle ich einen Behandlungsplan mit differenzierten manuellen Techniken auf. Sollte die Osteopathie für Sie nicht geeignet sein, überweise ich Sie gerne zur weiteren Abklärung an Spezialisten.

Hier finden Sie eine Checkliste für Ihre erste Behandlung.